25. Oktober 2006

Ebaumsworld: 10 Millionen Dollar pro Jahr

eBaum’s World ist eine Site, die täglich “Funny Video” User-Content veröffentlicht (naja, die meisten sind eher dümmlich als funny…). So eine Art moderiertes, selektives Youtube. Nur gibt’s eBaum’s World gemäss diesem Artikel im Wired Magazine schon etwas länger. Der heute 26-jährige Eric Bauman hatte die Site bereits 1998 gegründet und erste Videos von seiner Collegelehrerin veröffentlicht. Mit Copyright-Klagen hatte er keine grösseren Probleme. Doch unter anderen Geeks machte sich Bauman keine Freunde, da er Wasserzeichen von den Autoren auf Videos einfach entfernte und durch seine eigenen ersetzte. Massive Denial-of-Service Attacken auf seine Website und Morddrohungen gegen ihn waren die Folge.

Heute beschäftigt Bauman 30 Mitarbeiter und hat die Ebaumsworld-Rechte für TV, Film und Bücher an Fox Studios verkauft – passt ja gut vom Content her ;-) Wohl gezwungenermassen operiert er heute legitim und bezahlt den Autoren zwischen 250$ – 1500$ pro veröffentlichtem Videospot, wofür sie alle Rechte darauf an ihn abgeben. Etwas Gewissenbisse hat Bauman nur der damals veräppelten Lehrerin gegenüber: “I don’t regret what I’ve done, but it was mean. I don’t want to ruin anyone’s life.”

Textlinks auf Ebaumsworld verkauft Bauman via Adbrite für $2199 pro Woche und Link. Für mich etwas überraschend, dass diese totz hohem CPC (Cost per Click) von 0.22$ alle belegt sind. Zudem verkauft er auch Banners, die ihm offenbar mehr einbringen als Adsense oder ähnliches. Vom Content mag man halten was man will – Bauman ist ein weiteres gutes Beispiel der Sorte Geek-becomes-selfmade-Internet-Millionaire! (via Paradigm Shift)

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3. Juli 2006

TalkShoe: Geld verdienen mit Talkcasts und Podcasts

Talkshoe ist eine neue Audio Plattform, die vor zwei Wochen lanciert wurde. Die Site kommt in flottem Web2.0 Design daher und bietet beeindruckende Funktionalität ebenso wie ein interessantes Geschäftsmodell. Nach der Anmeldung erfolgt der Download von “TalkShoe Live!”, ein “advanced audio and chat engine” Client. Der einiges zu bieten hat, wie z.B.

  • Voice Konferenz mit bis zu 25 Teilnehmern
  • Hunderte von Zuhörern
  • “See-who’s talking”
  • Gesprächskontrolle für Hosts mit Mute und Unmute
  • Chat pro User und weitere Text Chat Funktionen
  • “Request-to-talk”

Nach der Installation kann der Client direkt von der Talkshoe Site über die Grundfunktionen Host, Talk and Listen angesteuert werden. Jeder kann auf einfachste Weise einen öffentlichen oder privaten Talkcast erstellen, sich in einen Talkcast einklinken oder einfach nur zuhören. Die Einwahl kann sowohl per PSTN-Telefon (allerdings vorderhand nur über eine US Einwahlnummer) als auch über VoIP mit SkypeOut, Yahoo oder Vonage erfolgen. Bald sollen auch SIP Clients unterstützt werden. Die Talkcasts werden automatisch abgespeichert und andere User können sie später per Telefon oder als Podcasts abhören. Das Ganze wird ergänzt durch Social Networking Funktionen rund um die Talkcasts.

Die Hosts verdienen auf Talkshoe an jedem Teilnehmer und Zuhörer mit. Ebenso erhalten die User für Referrals “Talkshoe Bucks”, die wiederum in Cash, Waren oder Talkshoe Dienste umgewandelt werden können. Genauere Angaben fehlen und das Geschäftsmodell muss erst erprobt werden. Doch der Ansatz geht in die richtige Richtung. Ich bin überzeugt, dass noch ein enormes Potenzial in Online Audio Diensten liegt, von Beratung, Coaching und Training bis zu Entertainment. Jeder kann zum Talkmaster werden und TalkShoe macht Talkcasting und Podcasting kinderleicht. Vom Familienplauderstündchen bis zu Teachings mit Hunderten von Zuhörern liegt alles drin. Ein Web2.0 Dienst, der einen wahren Mehrwert für den User bringt – bleibt zu hoffen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. TalkShoe muss innovative Wege finden, um die Talkcasts zu vermarkten – reines Adsense reicht als Anreiz nicht aus. Audio-Inserate können in die Talkcasts eingeblendet werden. Vielleicht knackt TalkShoe ja die magische Audio-Formel! (Quelle: TechCrunch)

TalkShoe Screenshot

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13. Juni 2006

Viele Fische und Adsense Mäuse dank Viral Marketing

Markus Frind, der kanadische Betreiber von plentyoffish.com, hat es in der internationalen Adsense Community zur Berühmtheit gebracht. Er hat diese “Free Dating” Site seit gut zwei Jahren aufgebaut – heute hat er ca. 15 Mio Pageviews und mehr als 10′000 US$ Google Adsense Einnahmen pro Tag. Als “one man show” konkurrenziert er sehr erfolgreich viel grössere Firmen im Online Dating Business. Seine Fische bringen ihm also viel Mäuse und er ist in letzter Zeit zu einer Art Idol für die vielen Tausend Adsense Publisher augestiegen, die jeden Monat ein paar ungerade Dollar von Google zusammenkratzen…

Adsense Check

Aufsehen erregt hat Markus im März, als Scoble in einem Beitrag über ihn geschrieben und die “Ugly-Design-Debatte” angerissen hat. Die Grundidee dabei ist, dass Sites mit amateurhaftem Design besser konvertieren, weil sie von den Besuchern als vertrauenswürdiger empfunden werden im Vergleich zu “big fancy corporate-style sites”. Im Mai wurde von 2webcrew ein vielbeachteter Podcast veröffentlicht mit einem Interview, in dem Markus einige seiner Geheimnisse preisgibt. Seit kurzem betreibt er nun ein eigenes Blog, The Paradigm Shift. In einem Beitrag von vorgestern beschreibt er, wie aus seiner Sicht Viral Marketing funktioniert und wie Sites wie plentyoffish.com davon profitieren. Es gibt seit dem Erfolg der MillionDollarHomepage viel Hype rund um Viral Marketing, wobei oft vergessen wird, dass das beste Viral Marketing langfristig nichts nutzt, wenn dem User nicht ein toller Service mit klarem Mehrwert geboten wird!

Interessant sind die Ansichten und Erfahrungen von Markus auf jeden Fall. Sein Beispiel zeigt, dass Business-Modelle von Kleinstfirmen auf dem Internet auch ohne Web2.0- und Ajax-Zutaten hervorragend funktionieren können! Dass die Mäuse trotzdem nicht gleich auf der Strasse liegen und es auch eine Kehrseite von Adsense gibt, zeigt das Webdesignblog in einem heutigen Beitrag schön auf.

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22. Mai 2006

Die neue Million Euro Idee?

Was passiert wohl, wenn eine Frau das Konzept der Milliondollarhomepage weiterentwickelt und nicht nur kopiert, wie das Hunderte von vermutlich in der Mehrzahl männlichen Geeks getan haben? Ein weibliches Ergebnis ist Millioncrystalbody: Ein Model, das mit einer Million Svarovski-Kristallen verziert wurde, wird durch den Verkauf dieser Kristalle entblättert. Die Käufer erhalten einen Bannerwerbeplatz auf der Site, je nach Datum/Kaufpreis einen Platz in den Top Ten und die Kristalle zugeschickt. Mir gefällt die Idee, sie ist origineller als alle anderen “Million Dollar”-Konzepte, die ich in den letzten Monaten entdeckt habe. Übrigens: Das Model Chantal hat 7 Tage und Nächte mit den Klunkern am Körper verbracht! (Quelle: Ute)

Million Crystal Body

Zwei weitere neue Ideen aus Deutschland sind das Faviconmosaik (gratis!) und der unwiderstehliche Pixel, wöchentlich bei eBay zu ersteigern.

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14. Januar 2006

1000tags – ist Tagvertising das nächste Million Dollar Konzept?

Kaum ist der ganze Medienrummel um das furiose eBay Finale der letzten 1000 Pixels auf der Million Dollar Homepage vorbei, wird in der Blogosphäre bereits das nächste Konzept diskutiert: 1000tags.com – die “erste kommerzielle Tag Cloud der Welt”. Hat diese Site das Potenzial, an den Erfolg der Million Dollar Homepage heranzukommen? Niemand weiss es, auch nicht die Betreiber, offensichtlich machen sie einfach einen Versuch. Ich denke die Chancen stehen nicht schlecht, denn Tags sind in, sie sind übersichtlicher als der Krimskrams auf der Million Dollar Homepage und Surfer mögen rudimentär einfache Websites mit einem klaren Zweck. Auf der anderen Seite kann man natürlich lästern, dass die Site nur eine teure Linkfarm ist. Der erste Nachahmer ist schon bereit, die Diskussion bei TechCrunch in vollem Gang, interessante Blogeinträge haben Zoli und Tris Hussey geschrieben, extrem kritisch ist MakeYouGoHmm.

Unabhängig von dieser Site wird Tagvertising (Online-Werbung in Verbindung mit Tags) eine grosse Zukunft vorausgesagt, wie Steve Rubel von MicroPersuasion bemerkt. Denn ebenso wie Google Adwords bietet Tagvertising die Möglichkeit, zielgerichtete Werbung zu schalten und somit qualifizierten Traffic zu generieren. Es wird wohl nicht lange dauern, bis Yahoo mit Tagvertising bei ihren neuen “Tag Akquisitionen” Flickr und del.icio.us startet. Zudem brodelt die Gerüchteküche, dass Yahoo bald den “Tag Giganten” Technorati akquirieren wird. Wird Tagvertising zu Yahoo’s Konkurrenzprodukt gegen Google Adwords? Es wird spannend sein, die Entwicklung weiter zu beobachten. Blogger können davon nur profitieren, denn Tagvertising z.B. auf Technorati könnte für Blogger zusätzliche, “automatische” Umsätze generieren.

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