Feedburner hat heute in Partnerschaft mit Squeet im “Publicize” Link eine neue Funktion für Blog-to-Email aufgeschaltet. Eine sinnvolle Sache, denn es weiss noch lange nicht jeder Surfer, was RSS ist…Bisher wurde eine ähnliche Funktion von Feedburner im Verbund mit Feedblitz realisiert, wie auch in diesem Blog aufgeschaltet. Diese funktioniert ganz gut, doch bedingt sie vom Blog-Betreiber, erst einen Account bei Feedblitz einzurichten. Die neue Funktion kann direkt im Feedburner-Account mit ein paar Klicks und Kopieren des Codes konfiguriert werden. TechCrunch meint deshalb, dass Feedburner den Blog-to-Email Bereich mit dieser neuen Funktion dominieren wird. Aufgrund der grossen installierten Basis von Feedburner und dem “convenience factor” wird er wohl recht behalten.
Ein grosser Turnoff der neuen Feedburner-Funktion ist für mich jedoch, dass die Bestätigung des Users in einem Popup-Fenster erfolgt. Viele User haben Popup-Fenster wegen der Werbung abgeschaltet. Ich halte es deshalb wie Richard MacManus und werde erstmal die Konkurrenzprodukte Zookoda und Yutter austesten. Bei all den neuen Startups hat man als Blogger ja immer die Qual der Wahl…Insbesondere Zookoda gefällt auf den ersten Blick sehr gut und bietet viele Zusatz-Features für Email-Newsletters (in die Blog-Einträge eingebaut werden können) und Broadcasts, sowie detaillierte Statistiken.
Cameron Olthuis hat in seinem Blog die “Top 10 CSS Tutorials” aufgelistet – eine äusserst nützliche Kollektion! Darunter sind wohl so ziemlich alle CSS Hacks, Tricks und Kniffe, die es gibt: Roll-over images, bar graphs, vertikale Menüs, formatierte Listen, floating elements, runde Ecken (eine weitere pure CSS Technik für runde Ecken findest Du hier), Schatten, Photo-Gallerien, sowie ein Stylesheet-Switcher und eine Sammlung von 40 fertigen CSS Layouts. Thank you Cameron für diese Zusammenstellung – da gibt’s für mich noch viel zu lernen Im Januar hat Cameron übrigens eine umfangreiche Liste von “75 Helpful Web Design Resources” aufgelistet, die Lektüre seines Blogs ist für Webdesigner und Online Marketeers generell empfehlenswert.
…dafür, dass Ihr die Zeichen der Zeit erkannt habt und morgen zum erstenmal den Cupfinal live streamt! Bleibt zu hoffen, dass Ihr genügend Bandbreite habt bzw. einen guten Streamingpartner, damit Ihr dem zu erwartenden Ansturm von Auslandschweizern und Internetfreaks gerecht werdet. Morgen wissen wir mehr….Hopp YB – wir wollen Revanche für 1991! Da wird hoffentlich den Herren Constantin und Moulin alles Jammern nix nützen
Seit knapp zwei Wochen bin ich Prepaid-Neukunde von Airtel, dem führenden indischen GSM-Operator. Airtel gehört zur “Bharti”-Gruppe, hat knapp 20 Millionen GSM-Kunden und strategische Allianzen mit Singtel und Vodafone. Airtel Prepaid-Karten gibt es an jeder Strassenecke zu kaufen und das Handling könnte nicht einfacher sein.
Besonders vorteilhaft ist jedoch, dass Indien wahrscheinlich die günstigsten GSM-Tarife weltweit hat. Dies war nicht immer so, die Preise waren um ein Vielfaches höher, bis 2002 der CDMA-Operator Reliance mit unglaublich attraktiven Preisen in den Markt drängte und einen Riesenerfolg landete. Den GSM-Konkurrenten blieb nichts anderes übrig, als einigermassen nachzuziehen…Als ich vor fünf Jahren zum letzten Mal in Indien war, hatte kaum jemand ein Handy, es war damals noch ein Statussymbol. Heute hat sich dies dank Reliance drastisch geändert, Handies sind fast genauso verbreitet wie in Europa.
Gemäss der Airtel Prepaid-Tarifliste bezahle ich für ein SMS an einen Empfänger in Karnataka 1 Rupie, im ganzen restlichen Indien 2 Rupien. Das sind 2.88 bzw. 5.76 Rappen – ca. 7/3.5 mal weniger als der Schweizer Standardpreis von 20 Rappen! Ein SMS in die Schweiz oder in ein anderes Land weltweit kostet mich ganze 5 Rupien, 14.4 Rappen. Wenn ich das genau gleiche SMS mit meiner sunrise SIM versende, kostet es mich dank Roaming 80 Rappen, 5.5 mal mehr! Klar ist das generelle Preisniveau Indien/Schweiz total unterschiedlich, klar sind die Löhne in der Schweiz ungleich höher. Trotzdem geben diese Preise einen Hinweis auf die wahren Kosten eines SMS. Die SMSC’s sind in der Schweiz längst amortisiert und voll abgeschrieben, sie verursachen nur einen minimen Wartungsaufwand. Ich bin aufgrund von diversen Informationen, die ich in meiner beruflichen Tätigkeit erhalten habe, überzeugt, dass die Kosten für ein SMS auch in der Schweiz unter 2 Rappen liegen. Falls diese Annahme stimmt, realisieren die Schweizer GSM-Operator mit SMS eine Gewinnmarge von ca. 1000%! Ob solch schamlose Gewinnspannen z.B. Swisscom CEO Carsten Schloter zusammen mit den Monopolrenten wohl nach wie vor über den rauhen Gegenwind hinwegtrösten? Das nächste Happy New SMS kommt ja bestimmt…
Nicht nur die Preise für SMS, auch diejenigen für GSM-Anrufe sind extrem tief hier. Ein lokaler Anruf kostet mich 2.49 Rupien pro Minute (egal ob Handy- oder Festnetz-Empfänger), ein Anruf auf irgendein indisches Handy 2.99 Rupien/Min und long-distance Anrufe aufs indische Festnetz zwischen 2.99 und 4.99 Rupien/Min. All dies sind Standard-Prepaidpreise – auch in Indien gibt es diverse Marketingaktionen für Teenies und andere Benutzergruppen, die nochmals günstiger sind. Reliance betreibt mittlerweilen auch ein GSM-Netz und geht noch einen Schritt weiter: Unter dem Slogan “One Nation One Voice One Rupee” kostet ein Handy-Anruf auf irgendein indisches Telefon, egal ob Handy oder Festnetz, maximal 1 Rupie / 2.88 Rappen pro Minute! Ich überlasse es dem geneigten Leser, Vergleiche mit den Schweizer GSM-Preisen anzustellen und entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Klar ist, dass das Schweizer GSM-Oligopol den Konsumenten einen Bärendienst erweist. Ob mit oder ohne Absprachen – die Schweizer GSM-Anbieter erfüllen alle Kennzeichen eines Kartells. Die halbherzige Konsumentenschutziniative von 2004 und die zahnlose Weko vermögen offenbar nichts an dieser Situation zu ändern, obwohl diese Abzocke schon seit Jahren von der Presse und Bloggern an den Pranger gestellt wird (die Links sind nur Beispiele). Zu wünschen wäre dem Schweizer Markt ein aggressiver neuer Player wie Reliance!
Dank Micropersuasion bin ich auf diesen hervorragenden Artikel über Web2.0 Startups in der Financial Times gestossen. Der Artikel beschreibt am Beispiel von Flickr, wie Web-Startups heutzutage oft völlig ohne Venture Capital auskommen und einen frühen Exit realisieren können (Flickr wurde vor einem Jahr vom Gründer-Ehepaar für ca. 30 Mio $ an Yahoo verkauft).
Die FT listet fünf “Drivers”, die die neue Web 2.0 Startup-Welle begünstigen:
Lektionen aus Web 1.0: Technologie-Unternehmer haben heute einen gesunderen Business Approach als während der Dotcom-Bubble und einen sinnvollen Skeptizismus gegenüber Investitionen von aussen.
Kostengünstige Entwicklungstools: Die Eintrittsbarrieren sind dank Open Source Tools wie PHP und MySQL enorm gesunken.
Blogs & Aggregators: Die Blogosphäre ermöglicht ultraschnelle Verbreitung von coolen Ideen und Applikationen, die bis in den Mainstream hinein reicht. Unter anderen hat das Schweizer Startup CoComment bewiesen, wie mit Hilfe einiger “A-List Blogger” und null PR-Aufwand enormes Aufsehen erreicht werden kann.
Neue Exit-Optionen: Heute ist meist nicht mehr ein IPO das Ziel eines Web-Startups sondern ein Verkauf an Google, Yahoo, eBay & Co.
Sinkende Hardware-Preise: Die Kosten insbesondere für Server und Storage sind um ein Vielfaches gesunken seit Ende 90er, was den Investitionsbedarf vieler Technologie-Startups enorm reduziert.
Ich erinnere mich gut, wie mir 1998 viele “schlaue” Leute für mein VoIP Startup CyberCall geraten haben, einen “möglichst grossen” Business Plan zu kreieren, mit Subsidiaries und Technical Operations in jedem wichtigen Markt weltweit. Um dann mindestens 25 Mio $ an Venture Capital aufzutreiben. Besonders schwierig wäre dies damals nicht gewesen. Ein grosses Glück, dass wir es nicht getan haben – wir waren definitiv um Jahre zu früh dran. Unser ungleich bescheidenerer Approach erlaubte uns, primär mit Fax-over-IP Diensten schwarze Zahlen zu schreiben und die Firma schlussendlich profitabel zu verkaufen, nicht für Millionen, aber doch ein nettes Handgeld. Ebenso gut erinnere ich mich, wie kreativ viele VC-funded Startups (nicht nur amerikanische, auch schweizerische) damals im Spiel “wie schmeisse ich möglichst viel Geld mit idiotischen Marketingaktionen zum Fenster hinaus” waren
Einige Blogger argumentieren, dass Web 2.0 nur ein reiner Hype sei und ein ähnliches Schicksal wie die Dotcom Bubble erleiden werde. Klar, viele Web 2.0 Startups haben fragwürdige oder gar völlig unzureichende Geschäftsmodelle. Klar ist’s ein Hype und in einem Hype gibt es immer Trittbrettfahrer und negative Auswüchse. Doch gerade die von der FT aufgelisteten Drivers zeigen die fundamentalen Unterschiede zwischen Web2.0 und der Dotcom Bubble auf. Die Eintrittsbarrieren sind heute so niedrig, dass JEDE/R eine gute Idee realisieren und zur Marktreife bringen kann. Wichtige Web 2.0 Elemente wie globale Kollaboration und die Nutzung der kollektiven Intelligenz sind nicht einfach nur Hype, sondern ermöglichen vielfältige neue Möglichkeiten und werden wohl einen enormen Evolutionsschub bewirken! Nie zuvor war es möglich, “likeminded brains” auf der ganzen Welt so schnell für ein Projekt zu finden und zusammenzuschalten, was gemäss Wahrscheinlichkeit in jedem erdenkbaren Gebiet viel bessere Resultate erzeugen wird.
Erfreulich, dass auch die Schweiz an der vordersten Front der Web 2.0 Innovationen dabei ist, wie Bruno Giussani bemerkt. Hier in Indien sind es erst einige wenige Unternehmer, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und das Risiko eines Web 2.0 Startups auf sich nehmen. Die indische IT-Szene ist nach wie vor voll auf Outsourcing ausgerichtet – wovon wiederum andere Innovatoren profitieren. Dies bemerkt auch die FT im abschliessenden Satz “Web design and programming can be outsourced to developers in India or eastern Europe”. Also, Ihr innovativen Schweizer (und ausländischen) Startup-Unternehmer: Falls Ihr kosteneffektive Softwareentwicklung benötigt, lasst es mich wissen, ich stelle mit Vergnügen die entsprechenden Kontakte her. Und garantiere dafür, dass die indische technische Genialität mit gutschweizerischer Präzision kombiniert wird. Darin und in Web 2.0 liegt noch sehr viel Potenzial!
Ich habe heute ein neues Blog aufgeschaltet, in dem meine Partnerin und ich Erlebnisse, Gedanken, Kuriositäten und Impressionen einer Reise (von der wir noch nicht wissen, wie lange sie dauert und wo sie uns überall hinführt) festhalten: A Journey To….
Unsere erste Station, wo wir wohl eine längere Weile bleiben werden, ist Bangalore/Indien. Das Design ist noch nicht mal halbfertig und es hat noch den obligaten IE Bug drin, doch wir wollten einfach sofort mit bloggen beginnen
Dank Dr. Web habe ich heute ein nettes Pagerank-Tool entdeckt: Webmaster Eyes. Zeigt auf einen Blick den Pagerank von ALLEN ausgehenden Links einer Site, die Ladezeit ist ziemlich lang, trotzdem ein cooles Tool
Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch und der Umzug von der Schweiz nach Bangalore/Indien hat alle meine Zeit beansprucht. Nun habe ich mich hier bereits gut eingelebt und finde endlich wieder Zeit zum bloggen Heute morgen habe ich mich über eine tolle neue Firefox Extension gefreut, die nicht nur für CSS Webdesigner äusserst nützlich ist: View Rendered Source Chart von Jennifer Madden.
Diese Extension gefällt mir noch besser als View Formatted Source, weil damit die ganzen div und span Verschachtelungen auf einen Blick in verschiedenen Farben graphisch sichtbar werden. Perfekt geeignet sowohl für Webdesign-Einsteiger als auch für Profis. Die Bedienung ist völlig easy, rechtsklick in irgendeiner Webseite und ein Klick auf “View Rendered Source Chart”. Hier geht’s zum Download (Quelle: Lifehacker)