27. Juni 2006

Add to Any: Ein Button für alle Feedreader & Bookmark Manager!

Es gibt immer mehr Feedreader und (social) Bookmark Manager. Ein Blick auf meine Feedburner-Statistiken zeigt, dass die User auch wirklich die verschiedensten Tools nutzen. Total logisch und sehr praktisch ist deshalb der neue Add to Any Dienst, den ich heute auf digg entdeckt habe. Der Code für einen “Add to Any” Button kann ganz einfach generiert und in eine Website oder ein Blog integriert werden. Ich habe ihn gleich mal zum testen in dieses Blog eingebaut. Ausserdem bietet Add to Any auch ein einfaches “Bookmarklet”, mit dem neue Bookmarks mit einem Klick in einen der Bookmark Manager hinzugefügt werden können!

add to any

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26. Juni 2006

Die flache Welt: Globale Outsourcing-Konkurrenz auf dem Internet

Wohl in keinem Bereich ist die “flat world” so flach (siehe Friedman) wie im IT- und Internet-Business. Hier in Bangalore leben Hunderttausende hervorragend dank dem Outsourcing der grossen amerikanischen und europäischen Firmen. Ebenso in einigen indischen “Second Tier” Städten, in Russland und China. Doch IT-Outsourcing ist nicht nur auf mittlere und grosse Konzerne beschränkt. Auch westliche Start-up’s und KMU’s werden von der hiesigen Softwareindustrie gut und gerne bedient. Start-up’s, KMU’s, Einzelunternehmer oder nebenberufliche Webmaster können IT- und Web-Projekte auch auf dem Internet problemlos ganz oder teilweise outsourcen.

Dafür sorgen Sites wie getafreelancer.com oder scriptlance.com, auf denen die globale Konkurrenz wie nie zuvor spielt. Bis zu 100 Offerten beispielsweise für ein Webdevelopment-Projekt sind keine Seltenheit. Diese kommen aus allen möglichen Ländern – Indien, USA, Ukraine, Rumänien, Russland, Australien und der mittlere Osten sind gut vertreten. Vereinzelt sind auch Europäer dabei. Nicht alle Offertsteller sind ernstzunehmen, doch es ist auch viel Qualität darunter. Und überraschend günstige Preise. Für “Standard”-Knowhow wie XHTML, CSS, PHP, Java, etc sowie einfache Graphik-, Webpromotion- und SEO-Jobs werden meist Stundenansätze zwischen 4 US$ und 15-20 US$ geboten. Komplexere Projekte werden teurer – von 50$ bis 50′000$ ist alles dabei.

Das für solche Preise gebotene Knowhow dieser “smart kinds” und “Gazellenfirmen” irgendwo auf dem Planeten ist überraschend gut. Natürlich sind auch Risiken und Aufwand mit solchem Outsourcing verbunden. Klare Konditionen mit Zahlung über einen Escrow bei Lieferung der vereinbarten Leistung, detaillierte Spezifikationen und intensive Kommunikation sind unabdingbar für das Gelingen eines Projekts.

Auch gutbezahlte Schweizer Informatiker sollten diese Entwicklung als Chance und nicht als Bedrohung ansehen. Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, sich auf die für sie interessanteste Arbeit zu beschränken und Routine-Jobs zu outsourcen. Die Rahmenbedingungen haben sich für alle geändert. Heute kann jede gute Idee für einen Internet- und/oder Mobile-Dienst dank frei verfügbarem, günstigem Outsourcing, Hardware, Speicher und Hosting so kostengünstig wie noch nie realisiert werden. Egal wo auf der Welt. Auch ohne Venture Capital Millionen, zumindest bis der “proof of concept” erbracht ist! Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt von Bids für ein SEO Projekt auf getafreelancer.com.

getafreelancer

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13. Juni 2006

Viele Fische und Adsense Mäuse dank Viral Marketing

Markus Frind, der kanadische Betreiber von plentyoffish.com, hat es in der internationalen Adsense Community zur Berühmtheit gebracht. Er hat diese “Free Dating” Site seit gut zwei Jahren aufgebaut – heute hat er ca. 15 Mio Pageviews und mehr als 10′000 US$ Google Adsense Einnahmen pro Tag. Als “one man show” konkurrenziert er sehr erfolgreich viel grössere Firmen im Online Dating Business. Seine Fische bringen ihm also viel Mäuse und er ist in letzter Zeit zu einer Art Idol für die vielen Tausend Adsense Publisher augestiegen, die jeden Monat ein paar ungerade Dollar von Google zusammenkratzen…

Adsense Check

Aufsehen erregt hat Markus im März, als Scoble in einem Beitrag über ihn geschrieben und die “Ugly-Design-Debatte” angerissen hat. Die Grundidee dabei ist, dass Sites mit amateurhaftem Design besser konvertieren, weil sie von den Besuchern als vertrauenswürdiger empfunden werden im Vergleich zu “big fancy corporate-style sites”. Im Mai wurde von 2webcrew ein vielbeachteter Podcast veröffentlicht mit einem Interview, in dem Markus einige seiner Geheimnisse preisgibt. Seit kurzem betreibt er nun ein eigenes Blog, The Paradigm Shift. In einem Beitrag von vorgestern beschreibt er, wie aus seiner Sicht Viral Marketing funktioniert und wie Sites wie plentyoffish.com davon profitieren. Es gibt seit dem Erfolg der MillionDollarHomepage viel Hype rund um Viral Marketing, wobei oft vergessen wird, dass das beste Viral Marketing langfristig nichts nutzt, wenn dem User nicht ein toller Service mit klarem Mehrwert geboten wird!

Interessant sind die Ansichten und Erfahrungen von Markus auf jeden Fall. Sein Beispiel zeigt, dass Business-Modelle von Kleinstfirmen auf dem Internet auch ohne Web2.0- und Ajax-Zutaten hervorragend funktionieren können! Dass die Mäuse trotzdem nicht gleich auf der Strasse liegen und es auch eine Kehrseite von Adsense gibt, zeigt das Webdesignblog in einem heutigen Beitrag schön auf.

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5. Juni 2006

Web2.0 und der Massenmarkt

In einem interessanten Beitrag stellt Beobachtungen zur Medienkonvergenz die Frage, ob Web2.0 reif für den Massenmarkt ist. Autor Andreas Göldi verneint dies, mit der Argumentation, dass die umfassende Versorgung mit Breitbandinternet und modernen Browsern, die Voraussetzung für die meisten Web2.0 Applikationen, weltweit noch nicht genügt. Ich bin auch der Meinung, dass Web2.0 (noch) nicht reif für den Massenmarkt ist, doch ich sehe die Begründung dazu und die Breitbandfrage etwas differenzierter.

“Always on” Breitband-Internet ist die Grundlage für die meisten interessanten heutigen Geschäftsmodelle im Internet. Die Verbreitung ist tatsächlich noch nicht ausreichend für die ganz grosse Masse. Trotzdem ist in Europa, Nordamerika, Ozeanien und immer mehr auch in Asien und Südamerika bereits eine beträchtliche kritische Masse an Breitbandbenutzern vorhanden. Angesichts der weltweit rasanten DSL-Verbreitung wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis die grosse Mehrzahl der User in der westlichen Welt “always on” ist (zumindest am Arbeitsplatz und/oder zuhause – irgendwann auch auf mobilen Endgeräten) und über einen modernen Browser verfügt. Diese Hürde ist also bereits zum Teil übersprungen, der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit. Doch ich sehe weitere Hürden für Web2.0 auf dem Weg zum Massenmarkt:

  • Web2.0 ist auf die “Geek-Community” beschränkt: Erfolgreiche Web2.0-Dienste wie Flickr, digg, del.icio.us oder Youtube sind primär für “Computer-Geeks” gemacht und werden vor allem von solchen genutzt. Web2.0 wird den Massenmarkt erst erreichen, wenn es nicht nur Geek-Probleme, sondern auch diejenigen von Hausfrauen und Rentnern löst! Und zwar so einfach, dass diese nicht erst bei einem Geek nachfragen müssen, wie’s geht…
  • Web2.0 ist auf private User beschränkt: Diese Dienste sprechen praktisch ausschliesslich Privatpersonen an. Der Web2.0 Ansatz zur Kollaboration ohne Grenzen und Nutzung der kollektiven Weisheit hat jedoch im Business-Bereich noch mehr Potenzial! Wann kommt die “Enterprise-Version” von Web2.0 mit B2B-Diensten, die einen echten Mehrwert im Corporate-Umfeld bringen? Oder ist das dann schon Web3.0 ;-) ?
  • Der Browser-Hype: Ein Teil des Web2.0 Hypes besteht darin, alle möglichen Desktop-Anwendungen mit AJAX auf dem Browser verfügbar zu machen. Dies hat den Vorteil der einfachen Verfügbarkeit, egal auf welchem PC man gerade ist. Doch es gibt je nach Anwendung auch Probleme in Sachen Datenschutz, Datensicherheit, Verfügbarkeit und Performance. Ich frage mich, will der Durchschnittsuser wirklich seinen ganzen Desktop, inklusive Office-Anwendungen, auf dem Browser haben? Oder kommt vielleicht auch eine neue, starke Generation von Desktop-Anwendungen mit integrierten Web2.0-Funktionen?
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3. Juni 2006

Neues Blog: Lasik Augenlaser Blog

Meine Partnerin Daniela hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Lasik und Wavefront Augenlaser Technologie befasst. Vor einer Woche hat sie sich bei einem der weltweit anerkanntesten Lasik-Spezialisten hier in Indien ihre Augen lasern lassen. Mit dem Ergebnis ist sie rundum zufrieden, ihre Brille braucht sie nicht mehr. Die verwendete Technologie ist wirklich faszinierend!

Sie hat nun mit meiner Hilfe das Lasik Augenlaser Blog eröffnet, in dem sie über ihre Erfahrungen und über Lasik generell sowie damit verbundene Missverständnisse bloggt. Die Beschreibung ihrer Operation ist bereits online und es hat auch einige Werbung drin – in der Hoffnung, dass sie damit einen Teil der OP-Kosten wieder reinspielen kann.

Augenlaser

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