30. September 2006
Das SEO Marketing Blog beschreibt in einem hervorragenden Beitrag, wie Big Evil Brother Google weiterhin unbekümmert möglichst viele Daten über die Benutzer von Google-Diensten sammelt. Der englische Google as Big Brother Artikel aus dem Jahr 2003 ist nach wie vor gültig. Hinzu kommen viele offene Fragen zu den neuen Google Diensten wie Gmail, Orkut, Desktop Search, Analytics, etc. Von der Google Toolbar ist definitiv abzuraten, da sie wie die meisten Toolbars reine Spyware ist. Google schert sich keinen Deut um Datenschutz und ist auf dem besten Weg dazu, das “Urevil” Microsoft als riesige Datenkrake in den Schatten zu stellen!
In Bezug auf ihre Search Engine Regeln verhält sich Google genauso wie mit Adwords und Adsense. Es werden nur wenige, generelle Regeln veröffentlicht. Über den Rest kann der gewöhnliche Webmaster nur spekulieren – vor allem dann, wenn er aus dem Suchindex ausgeschlossen oder wenn sein Adwords/Adsense Account deaktiviert worden ist. Google lässt nicht mit sich reden, egal aus welchen Gründen ein solcher Ausschluss erfolgt ist – gemäss Google hat Google immer recht…Google kann sich ein solches Verhalten heute leisten, da auf dem Internet kaum einer an Google vorbeikommt. Vor 10 Jahren gab es Google noch nicht. Neue vertikale und Nischen-Suchmaschinen sind auf dem Vormarsch und auf dem schnellebigen Internet weiss keiner, wie die Situation in 10 Jahren aussehend wird. Hochmut und Monopolistenverhalten, wie es Google zeigt, kommen früher oder später vor den Fall. Schau’n mer mal, ich für meinen Teil habe nach wie vor keine Lust auf Dienste wie Gmail und Orkut!
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Nein, ich meine kein bösartiges Virus, das sich über Blogs verbreitet! Immer mehr Menschen lassen sich einfach vom Virus “bloggen” an sich anstecken und beteiligen sich an der globalen Konversation in der Blogosphäre. Gemäss Technorati kommen täglich 75′000 neue Blogs zu den insgesamt über 55 Millionen Blogs weltweit hinzu. Jede Stunde werden etwa 50′000 Blog-Einträge veröffentlicht. Nicht alle davon sind für jeden interessant – die Resonanz spielt in der Blogosphäre noch stärker als im “real life” und führt “likeminded people” über ihre Blogs zusammen! Manchmal funktioniert’s auch umgekehrt und “likeminded people”, die man bereits kennt, starten ein neues Blog
Gestern habe ich gleich von zwei Freunden erfahren, dass ihr erstes Blog online ist. Mahide (oder sollte ich sagen Frau Hasler?) hat ihr FensterchenGenOst aufgemacht, in dem sie uns interessante Einblicke in Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in der Türkei gibt. Ich bin ja mal gespannt, wo und wie sich dieses Fensterchen weiter öffnen wird
Und Charly Einstein (ja, er ist wirklich der Urenkel von Albert) beglückt uns mit seinem neuen Blog auf einstein.info. Das Design ist wirklich yummy, Charly! Aber lästige Popup’s mögen Blogger nicht so, und bitte schau mal in die Adsense TOS rein. Soviel ich weiss erlaubt Google keine Sprüche wie “please click ads” etc…Ich wünsche viel Spass beim bloggen und weiterverbreiten des Blogger-Virus
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24. September 2006
Der Schweizer Blogger Remo hat als erster herausgefunden, was erst Mitte nächster Woche bekanntgegeben werden sollte: Aus OpenBC.com wird schon sehr bald Xing.com! Dieser baldige Namenswechsel wurde sowohl auf dem OpenBlog als auch von Lars Hinrichs in einem OpenBC Forum bestätigt. OpenBC war bisher v.a. in Europa erfolgreich und strebt nun ebensolchen Erfolg in den USA und Asien sowie den Aufbau einer Weltmarke an. Vor diesem Hintergrund ist der Namenswechsel gut nachvollziehbar. Dass er in der deutschen Blogosphäre nicht nur für Jubel sorgt, kommt nicht überraschend, doch dies stört wohl die OpenBC-Macher kaum. Hannes Offenbacher stellt fest, dass es bei Google bereits 9.6 Millionen Xing’s gibt und bezweifelt gut begründet, ob die neue Marke Sinn macht. Robert Basic fragt sich und seine Frau, ob da “good vibes” rüberkommen. Viele andere lassen sich auch darüber aus, bei Technorati ist Xing in diesem Moment der am vierthäufigsten gesuchte Begriff!
OpenBC kriegt also enorme Publicity trotz oder gerade wegen der ungeplanten Veröffentlichung. Ich frage mich – ist dieser Name wirklich optimal geeignet, um Asien und die USA zu erobern? Gemäss Hinrichs bedeutet Xing in chinesisch “can do” – ganz nett. Blogkommentatoren haben jedoch schnell bemerkt, dass Xing im chinesischen auch eine ganze Menge weiterer Bedeutungen hat: Es ist ein häufiger Nachname, steht generell für den Begriff “Nachname” und kann je nach Aussprache und Betonung auch mit “Sex”, “Strafe”, “Folter” und weiterem übersetzt werden. Dies sind wohl nicht gerade Assoziationen, die mit einer aufstrebenden neuen Weltmarke verbunden werden sollten… Was bei der momentanen “Chinamania” manchmal vergessen geht, ist dass Asien nicht nur aus China besteht. Der fast gleich grosse und noch schneller wachsende Wirtschaftsraum Indien ist der grosse Rivale von China und mit chinesischen Ausdrücken macht man sich dort alles andere als Freunde! Nicht nur Indien, auch andere asiatische Länder haben ein gespaltenes Verhältnis zu China und allem was dazugehört.
In den USA sieht man “Xing” auf vielen Strassenschildern als Abkürzung für Crossing. Ob die neue Marke für die USA gut geeignet ist, kann ich nicht beurteilen – ich weiss nur, dass LinkedIn dort bereits sehr stark verankert ist und populäre Social Networks z.T. auch Business-Komponenten beinhalten. Ich bin selbst ein zufriedener OpenBC User und wünsche Xing viel Erfolg mit dem neuen Namen – hoffentlich geht der Schuss nicht nach hinten los!
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Daniele Ganser hat mit seinem Artikel im Tagi offenbar in ein Wespennest gestochen (ich hatte fälschlicherweise gemeint, dass der Blick schneller war, da ich die Schweizer Medienlandschaft zu wenig genau verfolge). Die Diskussionen laufen heiss in der Blogosphäre (z.B. bei blattkritik.ch) und wohl auch an Schweizer Stammtischen. Es dauerte ganze acht Tage, bis sich ETH und Uni Zürich in der Sonntagszeitung medienwirksam vom “Verschwörungstheoretiker” Ganser distanzierten und Experten seine Aussagen als “völlig absurd” zurückgewiesen haben. Ist Ganser ein Verschwörungstheoretiker, nur weil er es gewagt hat, nebst der offiziellen “Surprise” Theorie auch die beiden “Lihop” und “Mihop” Theorien zur Diskussion zu stellen? Und zurecht darauf hinwies, dass es sich eh bei allen drei Theorien um Verschwörungstheorien handelt, da sie alle von einer geheimen Absprache mehrerer Akteure als Urheberschaft des 9/11 ausgehen? Wer es wagt, “Undenkbares” zu denken und auszusprechen wurde von “Offiziellen” schon immer schnell als absurder Spinner abgestempelt. Galileo Galilei und viele andere lassen grüssen…In einigen Kommentaren wird “911-Leugner” Ganser gar mit den Holocaustleugnern verglichen.
Der Internet-Film Loose Change hat viel zu der heutigen Diskussion beigetragen und offenbar auch Ganser beeinflusst. Auf der anderen Seite entstanden Websites wie Debunking911 und 911Myths, die versuchen, die Verschwörungstheorien Punkt für Punkt zu widerlegen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die am 11.9.06 veröffentlichte Debatte zwischen den Machern von Loose Change und den Popular Mechanics Editoren, die das Buch “Debunking 9/11 Myths” veröffentlicht haben. Besprochen werden dort zentrale Punkte wie
- ist wirklich ein Flugzeug ins Pentagon eingeschlagen?
- konnten die massiven WTC Stahlträger wirklich abbrennen und die Gebäude schlagartig zum Einsturz bringen?
- wie ist der Einsturz von WTC7 innert 7 Sekunden zu erklären?
Jeder kann sich anhand dieser und vieler weiterer Quellen seine eigene Meinung bilden, was er glauben will und was nicht. Auch wenn die amerikanische Regierung und ihre Vertreter immer von “Facts” spricht sind wir nach wie vor in Bezug auf 9/11 auf das “glauben” angewiesen, denn “wissen” tun wir nicht, was wirklich geschah. Nach wie vor gibt es keine klaren, veröffentlichten Beweise für die Urheberschaft von Al Kaida und den inhaftierten Terroristen. Immerhin sind wir nun soweit, dass zumindest in der Öffentlichkeit darüber diskutiert wird, was wirklich geschehen ist. Es hat fünf Jahre gedauert, so weit zu kommen, dass nicht mehr die gesamte Weltöffentlichkeit blind den Medienberichten über die offizielle und “wahre” Version vertraut. George Orwell hat mal gesagt “In a Time of Universal Deceipt, Telling the Truth Becomes a Revolutionary Act”. Ob das auf die jungen Loose Change Autoren, auf Ganser und auf weitere unbequeme “Spinner” zutrifft? Ich weiss es nicht wirklich – ich weiss nur, dass die Weltöffentlichkeit ein Recht darauf hat, die ganze Wahrheit zu erfahren! Bis dahin hat jeder das Recht, Fragen zu stellen, auch wenn sie noch so “absurd” sind…
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Ja, o we me amene ganz angere Endi vo der Wäut hocket, tuet’s zwüschine mega guet, so richtig herzhaft uf good old Bärndütsch z flueche
Am Cragokyberneticks ir Länggass tuet das sicher o guet, er het “modular stickers for creative bernese swearing” veröffentlecht. Naja, sooo kreativ si die Flüech nid würklech, da gäb’s no ganz angeri Kombinatione… Trotzdem fingi die Chleber no witzig, vilech o nume wiu i wenigschtens so wiedermau bärndütsch cha lese… Hmmm Aalass zum flueche git’s äuwä hüt ir Schwyz gnue, we offebar der Blocher uf der ganze Linie gwinnt.
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17. September 2006
United Domains, einer der grössten Domain-Registrare im deutschsprachigen Raum, gibt der alten Redewendung “die Faxen dick haben” einen neuen buchstäblichen Sinn. Doch erst der Reihe nach. Meine Partnerin und ich haben bei diesem Anbieter auf www.united-domains.de bis im Mai insgesamt 169 Domains registriert, viele .eu aber auch .com, .net und .in Domains. Mir haben am Anfang die umfangreichen Suchmöglichkeiten und das einfache Aufschalten des Sedo-Parkings gefallen.
Doch der Ärger fing an, als ich zum ersten mal auf einer dieser Domains ein neues Webprojekt aufschalten wollte. Ich suchte vergebens nach einer Möglichkeit, die DNS-Server anzugeben, wie ich mir das z.B. von SWITCH gewohnt bin. Auf meine Anfrage beim Support erhielt ich folgende Email Antwort:
“aus Sicherheitsgründen benötigen wird für die Veränderung einer Domain (egal ob Nameserverupdate, Whoisupdate etc.) immer einen schriftlichen Auftrag. Natürlich sind die Domains von Ihnen registriert worden – daher müssen wir auch sicher gehen, dass wir auch nur von Ihnen Aufträge erhalten, die Domain zu verändern. Aus Erfahrung wissen wir, das Absender von Emails gefälscht werden können oder Personen ohne Berchtigung Anfragen schicken und somit erheblichen Schaden angerichten werden kann. Um hier Missverständnissen oder gar gröberen Schäden vorzubeugen, müssen wir auf schriftliche Aufträge bestehen. In der Regel geschieht die Bearbeitung der Nameserverupdates am selben oder darauffolgenden Werktag, je nach Aufkommen. Da der Eintrag bei einigen Endungen länger dauern kann, haben wir eine Frist von 5 Tagen angegeben – dies ist ein großzügiger Mittelwert (…)”
Hmmmm, also im Gegensatz zu SWITCH reicht United Domains mein Login nicht zur Identifikation aus? Stecken da wirklich “Sicherheitsgründe” dahinter? Viel eher will United einfach das eigene Webspace-Paket für 39 Euro/Jahr pushen, dieses lässt sich mit wenigen Klicks sofort bestellen und einrichten. Auf dem vorgegebenen, nicht editierbaren Formular hat’s Platz für maximal fünf Domains, eine “Massenbearbeitung” per Fax ist also auch ausgeschlossen. Ich habe die bittere Pille erstmal geschluckt und seither einige Faxe von Indien nach Deutschland geschickt. Im Schnitt war die DNS-Änderung jeweils nach etwa 3 Tagen aktiv. Sehr viel Zeitaufwand für etwas, das ich bei anderen Registraren innert 10 Sekunden erledigen kann und sofort online geht.
Die nächste bittere Pille kam letzte Woche, als ich drei Domains an einen Bekannten verkaufen wollte. Seine Transfer-Anfrage wurde abgelehnt, weil der Domain Registrar-Lock aktiviert sei. Auf meine Email-Anfrage, den Registrar-Lock bitte von allen unseren Domains zu entfernen, erhielt ich diese Antwort:
“Wenn Sie mit einer Domain einen Providerwechsel durchführen möchten (also von uns zu einen anderen Provider umziehen), bitten wir Sie, uns ein unterschriebenes Fax an ++ 49 (0) 81 51 / 3 68 67 77 zukommen zu lassen. Alternativ können Sie uns selbstverständlich auch einen Brief an unsere Postanschrift (siehe unten) senden. Bitte verwenden Sie hierfür ausschließlich unsere entsprechenden Vordrucke, die für Sie kostenlos zum Download bereit stehen (PDF-Format). Bitte definieren Sie immer genau, um welchen Domain-Namen es sich handelt. Ein eventuell bestehender Registrar-Lock wird durch das Schreiben aufgehoben (….) Wir bedanken uns für Ihre Mühe! (…).”
Diesmal nicht mehr wirklich überraschend. Ja, ich werde die Mühe auf mich nehmen und United Domains morgen per Fax ein “Providerwechselschreiben” mit Auflistung all meiner .com, .net und .in Domains zum Transfer zu namecheap senden. Für die .eu Domains suche ich noch eine Lösung, da diese über den deutschen Notariatsdienst von United Domains registriert wurden. Kennt jemand einen guten Anbieter, zu dem sich diese transferieren lassen?
United Domains tut offensichtlich alles, um nicht nur einen Registrar-Lock sondern einen ganzheitlichen “Kunden-Lockin” zu erreichen. Da hab ich keine Lust drauf, ich hab die Faxen endgültig dick mit diesen “Domain People”. Ein weiteres Beispiel ihrer Geschäftspraktiken: Währenddem sie oft mit 1 Euro-Angeboten für Domainreservierung locken, kostet eine .ch Reservierung bei UD sagenhafte 99 Euro/Jahr! SWITCH hat ihren Preis soeben auf 27 CHF reduziert, das macht etwa 450% Gewinnmarge für United Domains…Zum Glück habe ich keine .ch Domains dort registriert! Ähnliche Gewinnmargen hat UD wohl auch bei anderen, weniger populären Endungen. Da kommt ihnen ihre neue Domain Landkarte sicher gelegen, die darf ich für 29 Euro erwerben um damit für UD Werbung zu machen…
Mit namecheap bin ich seit drei Monaten sehr zufrieden, dort lassen sich alle Konfigurationen einfach, schnell und übersichtlich online erledigen. Falls jemals ein UD Mitarbeiter diesen Beitrag liest, gibt’s hier ein wenig Nachhilfeunterricht – zu beachten sind alle Optionen in der Menüleiste links
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15. September 2006
Jedem, der ein wenig über den Tellerrand der Mainstream-Medien hinaus recherchiert hat, ist schon lange ein Licht aufgegangen. Es gibt zu viele berechtigte Zweifel und Unstimmigkeiten an der offiziellen Version der US-Regierung zu den Flugzeug-Attacken auf das World Trade Center vom 11. September 2001, die dieses noch junge Jahrtausend bisher so stark geprägt haben. Die Story von Bush und seinem Gefolge kann so nicht stimmen, nicht in vielen Grundzügen und schon gar nicht in den Einzelheiten. Das sind nicht abstruse Verschwörungstheorien, sondern belegte Fakten, die die offizielle Version in Frage stellen.
Trotzdem wird man in den USA nach wie vor schnell als Terroristenfreund oder noch schlimmer abgestempelt, wenn man nur geringe Zweifel an dieser offiziellen Version äussert. Die grossen amerikanischen Medien nehmen das Thema nach wie vor nur sehr zögerlich auf. Irgendwie ist das verständlich, das Ereignis hatte dort grosse emotionale Wunden verursacht.
Nach dem üblichen Rückblick “5 Jahre danach” veröffentlicht heute der Blick den Artikel “Je mehr wir forschen, desto mehr zweifeln wir“. Genauso erging es mir bei meinen Online-Recherchen. Doch das sagt diesmal nicht irgendein Surfer, sondern die beiden renommierten Schweizer Uni-Dozenten Albert Stahel und Daniele Ganser. Die haben sicher mit schweizerischer und wissenschaftlicher Gründlichkeit nachgeforscht. Ich erinnere mich an eine Talkshow im Schweizer Fernsehen, in der Ganser zum Thema der CIA-Geheimgefängnisse immer wieder zur vorsichtigen, gründlichen Abklärung “wie ein Arzt mit dem Skalpell” gemahnt hatte.
Die Frage ist nicht mehr, ob die offiziellen Erklärungen der amerikanischen Regierungen stimmen. Andere Lügen der Bush-Administration im Zusammenhang mit den Irak- und Afghanistan-Kriegen wurden auch bereits aufgedeckt. Die Frage ist nur noch, wann die ganze Wahrheit ans Licht kommt und wer wirklich dahintersteckt. Die US-Regierung selbst oder ominöse Drahtzieher im Hintergrund oder …?
Empfehlenswert zum Thema sind z.B. diese Zusammenstellung von Marco Kolditz, das verblüffende true911 Video, das Bushs Reaktion am Morgen des 9.11.2001 im Detail zeigt, sowie der Film Loose Change. Andere Blogs durchsuchen nach: 911, 911+truth
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3. September 2006
Gemäss Tages-Anzeiger kündigt die Swisscom auf “Anfang September” ein Blog zum Thema “Telekommunikation und Umwelt” an. Damit wird die Swisscom das erste SMI-kotierte Schweizer Unternehmen, das ein Unternehmensblog startet. Zudem erfährt man, dass Swisscom bereits seit einiger Zeit ein aktives Blog-Monitoring betreibt.
Das Swisscom Blog ist leider noch nicht auffindbar – vielleicht werkelt da noch einer am CI-konformen Template herum oder vielleicht hat eine Arbeitsgruppe noch nicht alle Blog-Richtlinien verabschiedet
Trotzdem wirft das geplante Blog bereits hohe Wellen in der Schweizer Blogosphäre. newlandsolution.com hat als erste darüber berichtet und fragt sich, wo das Blog nun bleibt. Matthias bedauert, dass bisher kein Swisscom-Mensch bloggt – Webonomy hat schon lange einen guten Gegenbeweis geliefert und war offenbar an der Geburt dieses neuen Babys zumindest indirekt mitbeteiligt. starfrosch erhält von Swisscom-Sprecher Neuhaus den prompten Beweis, dass das Blog-Monitoring funktioniert. Blogkritik kritisiert und Fredy wetzt schon mal seine Messer und prophezeit dem neuen Blog nichts Gutes…Fehlt nur noch Bloggingtom, doch der meldet sich sicher auch bald
Ich habe Swisscom auch schon kritisiert, doch ich finde die Timing-Probleme sind verzeihbar und gratuliere Swisscom aus der Ferne zu diesem mutigen Schritt in die richtige Richtung! Ich wünsche diesem neuen Blog viel Erfolg und hoffe, dass weitere Schweizer Grossfirmen nachziehen werden. Nicht mit “frisierten PR-Blogs”, sondern mit echter, authentischer, offener Konversation mit dem Markt. Es wird hochinteressant sein, dieses Blogprojekt zu beobachten. Die Swisscom wird in der Blogosphäre keinen einfachen Stand haben, da sie gerade unter bloggenden “Geeks” nicht besonders beliebt ist… Umso entscheidender wird sein, ob das Ganze nach klassischer PR-Art abgehandelt wird oder ob die Swisscom-Blogger wirklich auf einen offenen, konstruktiven Dialog mit der Blogosphäre eingehen und sich auch der Kritik stellen.
Zu hoffen ist auch, dass dies nur ein erster Schritt von vielen ist. Das Thema “Telekommunikation und Umwelt” ist sicher nicht uninteressant. Viel interessanter und auch für die Swisscom selbst viel gewinnbringender wären jedoch ganz andere Blogs! Ich empfehle der Swisscom, jeden Product Manager öffentlich bloggen zu lassen! Dies erscheint den Swisscom-Managern vielleicht als total verrückt – dann sollten sie mal bei amerikanischen Kollegen nachfragen, was das alles an positiven Effekten auslösen kann. Robert Basic gibt bereits Anschauungsunterricht am Beispiel von Dell. Auch die Herren Account und Sales Manager von Swisscom könnten mit authentischen Blogs ohne “Sales Pitches” den Dialog mit ihren Kunden erweitern.
Und last but not least – warum nimmt der Boss selbst nicht den persönlichen Dialog mit dem Markt auf?! Ohne Copywriter, ohne Sepp Kaufkraftbereinigt oder andere Pressefritzen. Andere CEO’s schaffen das auch, trotz gedrängtem Programm. Fredy schlägt schon mal die Domain bloggingcarsten.ch vor – carstensblog.ch ist auch noch frei, ebenso wie carstenschloter.ch und .com! Also Herr Schloter, versuchen Sie’s einfach – Sie haben viel zu gewinnen dabei
! Wenn Sie noch zögern oder nicht wissen, was ich damit meine, erklärt Ihnen das die Blogosphäre sicher gerne – wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!
Andere Blogs durchsuchen nach: swisscom, swisscom+blog
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2. September 2006
Dass Blogger Kontroversen mögen, ist allgemein bekannt. Es streitet sich herrlich schön in der Blogosphäre, manchmal enstehen wirklich konstruktive Dialoge daraus, oft dienen die Kontroversen nur dem “Linkbaiting”. Dies ist eine SEO-Taktik um gefragte Backlinks zu generieren – je kontroverser ein Beitrag, desto höher die Chance, dass viele andere Blogger darauf verlinken…
ich habe in letzter Zeit sowohl über Markus Frind / Plentyoffish als auch über Shoemoney mit seinem Webmasterradio berichtet. Die beiden haben seit Mai eine klassische Blogger-Kontroverse ausgefochten. Shoemoney hatte Frind in seinem Blog angegriffen, dass dessen Adsense-Einnahmen niemals so hoch seien, wie er behauptet…Markus hat sich in den Kommentaren gewehrt, aufgrund von neutralen Traffic-Statistiken scheinen seine Behauptungen auch gerechtfertigt. Doch die Wahrheit kennen nur Google und Frind…In den Kommentaren wurde einiges an Dreck geworfen und das in den USA beliebte “suing” bereits von mehreren Seiten angedroht. Einige Kommentatoren vermuteten auch prompt, das Ganze sei eine abgemachte geniale Linkbaiting-Aktion gewesen. Doch die Kontroverse scheint schon etwas tiefer zu gehen, nun kommt offenbar eine neue, gerichtliche Dimension hinzu.
Shoemoney berichtete gestern ohne viele Details preiszugeben, dass sein Blog in einen “Landmark Case” verwickelt sei. Anscheinend hat ein Kommentator einen anderen Kommentator verklagt. Es ist nicht klar, ob sich dies wirklich auf die Shoemoney/Frind Kontroverse und diese Blog-Kommentare bezieht, doch der Schluss liegt nahe. Markus hat auch in seinem Blog prompt darauf geantwortet. Und die Kommentatoren fragen dort, ob es Markus selbst ist, der einen anderen Kommentator eingeklagt hat…Fortsetzung folgt…
Bei der Prozessgeilheit der Nordamerikaner war es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Darren Rose nimmt den Faden auf (er wurde früher auch von Shoemoney angegriffen) und fragt in seinem Blog, wie die (internationale) Rechtslage ist und ob seine Leser vergleichbare Fälle kennen. Diese antworten prompt und berichten über Fälle in Italien, Brasilien und Malaysia. Ich teile die Meinung von Markus, dass rechtlich keine Unterschiede zwischen Blogs und klassischen öffentlichen Medien bestehen sollten, dass jeder für gemachte Aussagen geradestehen soll. Als Blog-Betreiber fühle ich mich verantwortlich dafür, dass in meinem Blog nix Illegales drin ist, auch in den Kommentaren. Darren berichtet von einem Kommentar, den er kürzlich gelöscht hat, weil ein Kommentator einen anderen beschuldigt hatte, pädophil zu sein. Dies würde ich genau gleich handhaben, persönliche Beschuldigungen und Diffamierungen gehören ebensowenig in mein Blog wie Berichte über illegale Aktivitäten. Doch ich finde ich es ist ein Armutszeugnis für die Blogosphäre, wenn solche Kontroversen nicht im vielgerühmten Dialog gelöst werden können und deshalb ein Gerichtsprozess daraus entsteht!
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